Veranstaltung – Streuallianz

Nützliche Vielfalt

Fladungen, 16.6.2021. Das Freilandmuseum lädt in Kooperation mit der Bayerischen Verwaltungsstelle des UNESCO-Biosphärenreservat Rhön am Sonntag, 20.6. dazu ein, die Vielfalt heimischer und alter Obst-, Gemüse- und Getreidesorten kennenzulernen. Auf den Feldern, Wiesen und in den Gärten des Freilandmuseums wachsen viele historische Kulturpflanzen, die es zu entdecken lohnt. Welche besonderen „Schätze“ die Region sonst noch zu bieten hat, stellen Akteurinnen und Akteure unter dem Motto „Nützliche Vielfalt“ vor.

Verschiedene Einrichtungen, Landwirte und Erzeuger präsentieren sich am Sonntag im Gelände des Freilandmuseums. Vom handwerklich gebrauten Bier aus regionalen Rohstoffen über einen alkoholfreien Fruchtsecco aus Obst fränkischer Streuobstwiesen bis hin zur Rhöntomate: Die Region hat eine große Vielfalt zu bieten. Wie diese Vielfalt im Bereich der Landwirtschaft erhalten werden kann, thematisiert um 11 Uhr ein Vortrag des Agraringenieurs Dr. Klaus Fleißner von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft.

Eine schonende und naturnahe Form der Waldbewirtschaftung ist das Holzrücken mit Pferden. Zwischen 10 und 15 Uhr wird der für sein Können mehrfach ausgezeichnete Holzrücker Jens Nattermann auf der Festwiese gemeinsam mit seinen Kaltblütern „Fino“ und „Fina“ Vorführungen geben. Am Nachmittag (14 Uhr) findet im Pavillon am Bauerngarten die Lesung „Gärten erzählen“ mit dem flur-theater aus Weimarschmieden statt.

Sonderausstellung zeitlos

Nach langer Zeit können endlich wieder kulturelle Veranstaltungen im Streutal angeboten und Ausstellungen gezeigt werden. So wird ab Donnerstag 10.06.2021 bis 07.11.2021 die Sonderausstellung zeitlos von Paul Diestel mit vielen seiner Objekte und Skulpturen im Fränkischen Freilandmuseum Fladungen zu sehen sein. 

Im Truchsess-Haus aus Oberhohenried sowie im Außenbereich des Freilandmuseums zieht zeitgenössische Kunst ein. Dort eröffnen die Werke des Bildhauer Paul Diestel neue und überraschende Perspektiven im Dialog mit dem Ausstellungsraum. In vielen Stuben und Kammern im Freilandmuseum lassen sich farbig gestaltete Wände entdecken. Da diese früher beim Renovieren einfach übertüncht wurden, liegen viele Schichten und Fassungen als Abfolge übereinander. In sogenannten Befundfenstern sind heute Muster und Dekore aus unterschiedlichen Zeiten parallel sichtbar. Die Wände erzählen damit Geschichten über Dekorationsstile, Moden in der Wohnkultur und persönliche Vorlieben der damaligen Bewohnerinnen und Bewohner. Jeder neue Anstrich scheint verbunden mit der Motivation, den Raum zu erneuern, vielleicht um ihn neu einzurichten oder sich selbst neu auszurichten. Wenn erste Makel und Vergilbung auftreten, wird es Zeit für einen neuen Anstrich. Hier wird deutlich, was wir aus der Archäologie und der Geologie kennen: Die Zeit arbeitet in Schichten – und macht dabei keine Pause.

Der Bildhauer Paul Diestel spürt diesen Entwicklungsschritten nach. Er bearbeitet die überwiegend aus dem Material Holz gestalteten Objekte mit natürlichen Pigmenten wie Erde, Kalk, Asche und Sand. Schicht für Schicht lässt er das Holz hinter sich und schafft eine neue Materialität, die aus der Verdichtung und Politur des Aufgetragenen entsteht. Am Ende ist nicht mehr klar, wann welche Schicht aufgetragen wurde – die Objekte werden zeitlos. Wir erfahren, wie alles um uns herum Zeugnis einer ständigen Transformation ist.

Auch die Wahrnehmung alltäglicher Phänomene in der Natur wird durch Paul Diestels Werke geschärft: Blüten, Samenkörner, Ähren, Puppenstadien von Insekten werden dabei vom Kontext isoliert und im Maßstab transformiert. Im Freilandmuseum gehören drinnen und draußen, Kultur und Natur zusammen. Paul Diestels Interpretationen lassen Gärten, Streuobstwiesen und Felder des Museums neu erfahren.

Zum Künstler
Paul Diestel wurde 1996 in Schweinfurt geboren und wuchs in Unsleben in der bayerischen Rhön auf. 2014 begann er ein Studium der Bildenden Kunst an der Kunsthochschule Kassel. Er studierte in der Klasse von Professor Norbert Radermacher und von 2018 bis 2020 bei Gastprofessorin Mirjam Thomann. Im Frühjahr 2019 wurde er von ihr und Professor Jens Brand zum Meisterschüler ernannt. Seit seinem Abschluss im März 2020 lebt und arbeitet er als freischaffender bildender Künstler in Unsleben.

Paul Diestel stellte unter anderem im Internationalen Künstlerhaus Villa Concordia in Bamberg, im Kulturzentrum Kloster Wechterswinkel und im Ausstellungsraum 387 in Kassel aus. Ausgezeichnet wurde seine Arbeit mit dem Stipendium des Cusanuswerks, dem Artist-in-residence-Stipendium des Rathaus für Kultur, Lichtensteig, sowie dem Georg-Meistermann-Preis des Cusanuswerks.

Malwettbewerb

Eure Kreativität wird mit vielen tollen Preisen belohnt! Jetzt mitmachen und deine Liebe zum Streutal zeigen.

Barrierefreies Wohnen und Bauen

Damit man auch noch im hohen Alter oder mit einer Behinderung lange in der gewohnten Umgebung leben kann, bietet der Landkreis Rhön-Grabfeld verschiedene Beratungsangebote für einen barrierefreien Umbau an.

Gemeinsamer Projektaufruf!

Auch für 2021 starten wieder die vier Allianzen im Landkreis Rhön-Grabfeld einen gemeinsamen Projektaufruf für das Regionalbudget 2021! Ab sofort können sich, z. B. Vereine, Privatpersonen oder Kommunen um das Regionalbudget 2021 bei den Allianzen bewerben. Bis 22.02.2021 können die Bewerbungsunterlagen bei der jeweiligen verantwortlichen Stelle der Allianz eingereicht werden. Alle Einzelheiten und Voraussetzungen zum Regionalbudget 2021 in der Streutalallianz finden Sie auf unserer Internetseite.

Für einen gemeinsamen Pressetermin trafen sich die Vertreter der vier Allianzen im Landkreis beim Fußballfeld in Sulzfeld am Badesee. Der Spielbereich stand symbolisch für alle Projekte, die 2020 über das Regionalbudget in den Allianzen umgesetzt wurden, um unsere Region noch schöner und liebenswerter zu gestalten, als sie ohnehin schon ist.

Auf dem Bild sind zu sehen (v. l. n. r., Foto Regina Vossenkaul/Main Post): Jürgen Heusinger (1. Bürgermeister Sulzfeld und 1. Vorsitzender der Allianz Fränkischer Grabfeldgau), Martin Link (1. Bürgermeister Stockheim und 1. Vorsitzender der Streutalallianz), Gertraud Kokula (Allianzmanagerin Streutalallianz), Silvia Schmitt (Allianzmanagerin Allianz Fränkischer Grabfeldgau), Georg Straub (1. Bürgermeister Hohenroth und 1. Vorsitzender der NES-Allianz), Hannah Braungart (Allianzmanagerin NES-Allianz), Peter Brust (Gemeinde Sandberg und verantwortliche Stelle der Kreuzbergallianz) und Georg Seiffert (1. Bürgermeister Bischofsheim und 1. Vorsitzender der Kreuzbergallianz).

Gemeinsame Informationsveranstaltung

Die Streutalallianz bewirbt die Innenentwicklung in der Region als eines der wichtigsten Handlungsfelder ihres Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzeptes. Deshalb fördert die Allianz u. a. ihre Bürgerinnen und Bürger bereits mit verschiedenen kommunalen Fördermöglichkeiten, wenn diese alte und leerstehende Gebäude im Innenbereich wiederherrichten. So können auch sie aktiv dazu beitragen, die Altorte wiederzubeleben, Leerstände zu beseitigen und somit einer Verödung selbst entgegenwirken.

Damit die Kommunen mit ihren Vertretern auch weiterhin die Innenentwicklung im Streutal vorbildlich voranbringen und ihren Bürgerinnen und Bürgern auch zukünftig hierfür Anreize schaffen können, lud die Streutalallianz am 12.09.2020 Herrn Matthias Simon vom Bayerischen Gemeindetag ein. Er erläuterte für die Ratsmitglieder im Streutal alle Neuigkeiten im öffentlichen Baurecht einschließlich der Innenentwicklung. Doch nicht nur die neuen Gemeinderäte, sondern auch viele mit langjähriger Erfahrung sowie die Bürgermeister ließen sich diese Möglichkeit nicht entgehen und nahmen am Samstag am Seminar von Herrn Simon teil. Über 70 Interessierte kamen deshalb in die Grundschule der Stadt Ostheim v. d. Rhön und lernten die (gesetzlichen) Grundlagen des Planungsrechts, der Innenentwicklung und des Vorkaufsrechts kennen. Als wichtige Werkzeuge für die kommunalen Bauvorhaben sind u. a. zunächst die Analyse der möglichen Probleme, Wissensvermittlung bei allen Beteiligten zum Thema Innenentwicklung, Aufstellen von Satzungen, Aufheben/Neuplanung von Bebauungsplänen und Änderung von Flächennutzungsplänen, Baugebot, Rückkaufs- und Vorkaufsrecht zu nennen. Des Weiteren können die Kommunen Sanierungsgebiete ausweisen. In diesen Bereichen können auch Eigentümer Fördermittel für die Sanierung ihres Gebäudes von der jeweiligen Behörde erhalten.

Das Seminar zum Baurecht und Innenentwicklung für die neuen und wiedergewählten Gemeinderätinnen und -räte wird freundlicher weise vom Amt für Ländliche Entwicklung Unterfranken gefördert.

Die kommunalen Vertreter der Streutalallianz sind nun für die Zukunft gewappnet. Sie sind jetzt auf den aktuellen gesetzlichen und gestalterischen Stand, ihre Gemeinden und Städte weiterhin modern auszurichten. Dabei werden nicht nur wirtschaftliche bzw. industrielle Aspekte beachtet, sondern auch wohnbauliche und freizeittechnische Punkte. Die elf Streutalallianz-Kommunen können also auch weiterhin ihre Heimat in allen Bereichen nach dem aktuellen Stand planen und bauen. So steht auch in Zukunft die Lebensqualität für alle Bürgerinnen und Bürger in der Streutalallianz im Vordergrund.

Streutalallianz Kalender 2021

Was kann ich bloß unternehmen? Spätestens am Wochenende stellt sich jeder diese Frage. In der Streutalallianz wird viel geboten! Das zeigt die Fülle an Veranstaltungen, die im gemeinsamen Kalender der Streutalallianz zu finden sind. Ob Kultur, Natur oder Kulinarik, hier gibt es für jeden etwas. Natürlich gibt es auch viele Möglichkeiten in der Streutalallianz zu feiern.

Der Veranstaltungskalender der Streutalallianz kann als PDF-Dokument runtergeladen werden.

Nichts passendes gefunden? Die Streutalallianz bietet neben den zahlreichen Veranstaltungen auch weitere Freizeitangebote an. Sie können in der nebenstehenden Tabelle abgerufen werden.

Allianzsitzungen

Alle Neuigkeiten und wichtigen Ereignisse werden in den Sitzungen der Streutalallianz besprochen. Die Bevölkerung ist herzlich zu den öffentlichen Sitzungen eingeladen.

Neuer Vorsitz

Premiere bei der Streutalallianz

Die neu gewählte Vorstandschaft geht nun ans Werk mit (von links) Schatzmeister Matthias Liebst, dem ersten Stellvertreter Thomas Fischer, dem Vorsitzenden Martin Link und Stellvertreter Reimund Voß.

Wer hat bei einem Marathonlauf die besten Chancen, das Ziel zu erreichen? Doch wohl der Läufer mit Ausdauer. Eher jedenfalls als der, der die lange Distanz in Spurtschnelligkeit bewältigen will. Und dabei den schwindenden Kräften Tribut zollen und aufgeben muss. Folglich hatten die Bürgermeister der elf Gemeinden, die sich zur Streutalallianz zusammengeschlossen haben, stets die erste der beiden Marschrouten vor Augen. Mit der festen Absicht, unter dem Leitsatz „Zukunft gemeinsam gestalten“ das Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept (ILEK) umzusetzen – als Leitfaden der nächsten 25 Jahre für die Region.

 

17.01.2019 Neuer Vorsitz